Kulturpass
Auch Menschen mit finanziellen Engpässen haben ein Recht auf Kunst & Kultur. Der Kulturpass  macht es möglich. Mit diesem Ausweis erhalten sozial benachteiligte Menschen freien Eintritt in zahlreiche kulturelle Einrichtungen.

Das Theater ecce wird 15 Jahre

15 Jahre Theater ecce bedeuten 30 Produktionen in freier Theaterarbeit ohne Infrastruktur, ohne Werkstätten, ohne Probenräume,  ungezählte theaterpädagogische Projekte mit Kindern, Jugendlichen, Randgruppen, ständiges Mühen und „Raufen“ um Finanzierungen, Aufführungsmöglichkeiten, Räume, Aufbau einer Plattform für „cross sectoral und community arts“, Initiieren und Betreuen der Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ in Salzburg. Das beständige Bemühen um Verbesserung der Arbeitsbedingungen (fair Pay  Kampagne), nicht zuletzt zahlreiche Benefizveranstaltungen für Caritas Flüchtlingshilfe, Kinderschutzzentrum Salzburg, Lebenshilfe Salzburg, Laube u.v.a.,  Zusammenarbeit mit nahezu jeder Salzburger Kultureinrichtung und zahlreichen Institutionen aus dem Sozialbereich. Schließlich vorläufige „Landung“ im Odeïon.  Offen ist immer noch die Frage nach dem „Wie weiter?“, wie umgehen mit dem bestehenden Finanzloch, den über die Jahre mitgeschleppten Schulden, den nach wie vor desaströsen finanziellen Bedingungen für die beschäftigten KünstlerInnen.

Jahr für Jahr, Projekt für Projekt wurde eine „Theaterwelt“ neu erfunden und wieder fallengelassen, wurden neue Räume „eröffnet“ (Theaterzelt Volksgarten, Kavernen Gstättengasse, Stadtwerke Hochhaus, Odeïon, Große Halle Lehrbauhof, um nur einige zu nennen.) Das Publikum hat uns immer gefunden, manchmal wenige Interessierte, manchmal in Scharen, immer ermutigt zum Weitermachen.

Heute beschäftigen wir uns mit dem Kosmos „Molière“  im Spannungsfeld zu den Mächtigen seiner Zeit. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Kunst immer. Wir sind und waren uns dessen stets bewußt und haben versucht unsere Unabhängigkeit zu bewahren. Das werden wir auch weiterhin tun. Denn – wenn uns die Mächtigen kein oder wenig Geld geben – spielen werden wir trotzdem und zwar immer das, was wir für richtig halten!

Im Rahmen einer Ausstellung zeigen wir einen Überblick über unsere Arbeit der letzten 15 Jahre