Bilder
Kulturpass
Auch Menschen mit finanziellen Engpässen haben ein Recht auf Kunst & Kultur. Der Kulturpass  macht es möglich. Mit diesem Ausweis erhalten sozial benachteiligte Menschen freien Eintritt in zahlreiche kulturelle Einrichtungen.

Michail Bulgakow - Molière und die Kabale der Scheinheiligen

Die Kunst gehe nach Brot, sagt das Sprichwort - doch, wie weit darf sie dabei gehen? Welche Kompromisse dürfen KünstlerInnen machen ? Wie weit dürfen sie sich den politisch und wirtschaftlich Mächtigen andienen, ohne sich selbst zu verraten?

Der Sonnenkönig Louis XIV schätzt und schützt den Theatermann Molière, unterhält eine fast schon freundschaftliche Beziehung zu ihm – bis Molière (in „Tartuffe“) die Kirche attackiert und der König ihn auf politischen Druck hin fallen lässt. Bis ins intimste Private reicht der Arm des Erzbischofs. Am Ende steht die völlige Auslöschung des Komödianten.

Für Bulgakow spiegelte sich im jähen Sturz Molières seine eigene diffizile Stellung: Er wurde trotz seiner kritischen Texte einerseits von Stalin persönlich geschützt, andererseits von ihm mit Aufführungsverbot belegt und er musste beobachten, wie andere verfolgt und mundtot gemacht wurden.

Das Theater ecce schafft es nun seit bereits 15 Jahren, scheinbar zeitlose aber doch brandaktuelle Themen anzusprechen, wie etwa dieses Jahr das schwierige Thema „Freiheit der Kunst“.

„Molière und die Kabale der Scheinheiligen“ ist ein vielschichtiges Werk über Künstler und die Mächtigen, über Abhängigkeit und künstlerische Identität und nicht zuletzt über den französischen Dramatiker Jean Baptiste Molière selbst. Ein Stück zwischen Komödie und Tragödie, ein Stück „barockes Theater“.

Nach „Don Quijote“ und „Hundeherz“ ist „Molière“ bereits die dritte Beschäftigung mit Michail Bulgakow, dem „Dichter Stalins“

(Presse-)Stimmen:
Vielleicht ist es ja auch einfach so, dass ein zweitklassiges Stück wie dieses nach erstklassigen Schauspielern verlangt, solche aber gerade für die Nebenrollen hier nicht zur Verfügung stehen.
(Reinhard Kriechbaum/ drehpunktkultur)

Herzlichen Dank für  diesen wunderbaren gestrigen Abend. Ein wunderbares Stück mit fantastischen Schauspielern. Ihr habt alle super gespielt.
(Besucher)

...ich bin immer noch sehr angetan von der gestrigen Aufführung - nachhaltig klingt vieles nach. Eine innere Befriedigung - was gibt es mehr? Danke!!!
(Besucher)

Sein Stück über den Künstler Molière und dessen Abhängigkeit von den Mächtigen ist zeitlos, denn auch heute sind Theatermenschen von der Gunst und vor allem vom Geld der Mächtigen abhängig. ... Mögen die mächtigen Geldgeber dem Theater ecce und Reinhold Tritscher auch weiterhin gewogen bleiben. (Elisabeth Pichler/ Dorfzeitung)

... aber indem er (Reinhold Tritscher, Anm. TE) das Stück trotzdem detailreich anlegt und auspinselt, das Wort gleichsam zelebriert statt es zuzuspitzen, geht die Aufführung in die Breite und in die Länge... Es gibt durchaus originelle Szenen - ... - aber insgesamt haben weder Handlung noch Darstellung dramatischen Zug. (Karl Harb/ SN)

Kritiken sind letztlich immer subjektiv, hier ein Bericht, der einiges an der erwähnten SN-Kritik relativieren möchte. Der Theaterabend zeichnete sich ... durch atmosphärische Dichte aus... das gesamte Ensemble bis in die Nebenrollen bietet beeindruckende Bühnenkunst. (Paul Buchacher/ SN Leserbrief)
Ensemble

Schauspiel
Blaikner Benjamin
Diez Jurij
Enzi Daniela
Es Gerard
Milewski Jurek
Paumgartner Anna
Reiter Georg
Starlinger Hildegard
Winter Christine

Musik
Bopp Rupert
Haslauer Gernot

Choreographie
Milewska Beata

Bühne
Ellmauer Alois

Kostüm 
Fankhauser Nora

Frisuren/ Maske
Diez Vitalij/ Fire Hair
www.fair-hair.com

Lichtgestaltung
Eckinger Manfred

Regieassistenz:
Voraberger Marika 

Produktionsleitung
Hoppe Marie

Inszenierung
Tritscher Reinhold